Ich möchte nicht da raus. Hab ich eine Meise?
Ich durchlebe momentan eine sehr unangenehme Zeit. Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Studiums und die Jobaussichten sehen überhaupt nicht gut aus. Außer paar 1300 Brutto Volontariatsplätze scheint nichts frei zu sein.
Mein Mann bekam Ende Oktober seinen Traumjob zugesichert. Dieser Traumjob sollte ab Januar losgehen. Der versprochene Job blieb aus. All unsere Träume zerbröselten zu einem Staubhaufen. Es ist als hätte man uns die Perspektive genommen und uns in dieses Haus gesperrt. Ein Haus, das wir schon seit Jahren verlassen wollten. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel entbehren müssen. Wir mussten mit wenig Geld leben. Und mit dem eigentlich zugesicherten Job haben wir die Freiheit gewittert. Endlich die Möglichkeit haben selbstständig etwas besitzen und erwerben zu können.
Nun sind wir auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Es ist, als hätte man uns die Flügel zum Fliegen genommen. Ich bete jeden Abend zu Gott. Jeden Abend bete ich, er möge uns erhören.
Doch nun, denke ich mir nein! In dieser schlimmen Phase denke ich: bitte noch ein Stückchen mehr. Nein, keine Angst, ich quäle mich nicht gerne.
Aber solch ein dummer Gedanker, man könnte nur mit einem Job alles lösen und weiter auf seiner Couch sitzen und glauben, Wünsche erst erfüllen zu können, wenn dieser Job endlich klappt. Wie fatal! Also nein, lass es nicht vorbei sein Gott, um endlich für mein Leben die Erkenntnis zu bekommen, die ich so sehr brauche:
Es ist scheißegal, es ist alles scheißegal, so lange du nur in Bewegung bleibst! Es ist alles scheißegal, so lange man selbst nach den Träumen fasst! Es ist alles scheißegal, solange deine Gedanken frei bleiben und in dir selbst die Sonne strahlt.
Bitte Gott, geb mir noch paar Wochen!
Liebe Grüße
Niphredil
Niphredil - 14. Jan, 22:37
Ist was im Fluss? Träumte vom Versuch mit einem Fluss zu schwimmen und merkte, dass die Strömung zu stark ist. An der Leine hatte ich meinen Hund, der fast ertrunken wäre.
Ich bin an einem Punkt angekommen, wo es mir einfach nur reicht! Ich brauche drigend einen Tapetenwechsel und zwar dieses Jahr!
LG
Niphredil
Niphredil - 12. Jan, 12:48
Mein Thema der letzten Tage? Reden Reden Reden. So viel Reden, dass mir heute meine Stimmbänder/mein Hals weh tut. Gestern ein stundenlanges Gespräch mit Freundin, heute das Diktieren und weitere Gespräche. Worte, Worte, Worte. Alles aussprechen, bis auf einmal der Wortfluss versiebt und man einfach nur noch still wird. Und am Liebsten in den Schlaf fallen würde.
Am Anfang war das Wort. Was ist eigentlich am Ende? Die Stille? Ein Traum?
Ich war so still, dass ich gestern im Bett nicht schlafen konnte, vielleicht auch nicht wollte, weil der Wind so schön wehte.
Hab ich für euch mal eingesungen (Lisa hat mich angesteckt). Ich verspreche ich hole mir bald ein Mikro und dann sing ich öfters wat ein ;-) Viel Spaß mit der Kruschtelversion! Und genießt die Raunächte...
http://home.arcor.de/niphredil/Hexentaverne/lieder/die_wilde_jagd
Niphredil - 5. Jan, 17:51
Ich bin nicht der Silvesterpartymensch. Ich habs mir gestern mit meinem Mann gemütlich gemacht. Das Jahr 2011 war für uns (mal wieder) nicht gut. Dadurch besitzen wir nicht das Bedürfnis irgendwas zu feiern. Aber ein gutes Jahr zu feiern erscheint mir persönlich auch falsch, weil etwas Gutes nie Enden sollte.
So am neuen Jahr überlegt man auch, was man im Jahre 2012 so alles machen möchte. Für das Jahr 2011 kann ich wenigstens sagen, dass ich echt alles probiert habe. Dennoch hat nichts geklappt. Aber das macht nichts, ich habe es ja probiert. Was will ich für 2012?
Da gibt es so paar Sachen für die ich nicht so viel tun kann. Die vom Glück abhängen. Sei es einen Job zu finden, der einen zufrieden stellt und in dem man sich verwirklichen kann. Wenn der Job kommt, wäre der nächste Schritt ein Haus. Nur dafür benötigt man ebenfalls sehr viel Glück. Man muss ein Häuschen finden, was seinen Vorstellungen entspricht, aber auch die Fähigkeit besitzen Kompromisse zu machen, sonst findet man nie das passende Häuschen.
Und dann gibt es Sachen, die nur klappen, wenn ich aktiv werde. Ich möchte nebenher versuchen die Ausbildung zur Trauerbegleitung zu machen.
Ich möchte noch mehr Sport machen. Aber gerne ein Mannschaftssport. Ich schwanke zwischen Volleyball und Basketball. Als ich letztes Mal im Decathlon war, sah ich paar junge Kerls Basketballspielen. Ich stand an einem Tisch und überlegte mehrere Minuten, ob ich fragen soll mitspielen zu dürfen. Meine Stiefel wären zwar nicht optimal gewesen, aber ok. Das Zusehen hat eine alte Sehnsucht geweckt, doch mal wieder einen Basketball in die Hände zu nehmen und paar Körbe zu werfen. Ich habs die Jahre nicht gemacht, aus Angst, dass alte Erinnerungen hoch kommen könnten.
Auf was ich mich dieses Jahr auch sehr freue ist die Reise in die Arche Werder. Dort werden reichlich Schweine und Ziegen liebkost. Geplant ist dafür der März, direkt nach meinen mündlichen Prüfungen.
Die ersten drei Monate im Jahr heißt es noch lernen, um das Studium abzuschließen. Wenn ich lerne, schaff ich das auch. Von daher mache ich mir nicht so viele Sorgen.
Mit viel Glück werde ich für einen Vortrag für die Transmortale III eingeladen. Es hieß um Neujahr herum gibt es eine Antwort, aber ich habe bisher nichts erhalten. Eine Absage?
Dann gibt es noch Sachen, die weit weit in den Sternen stehen. Mit einem neuen Job könnte es sein, dass wir umziehen. Ich mag die Pfalz, aber ich habe immer Sehnsucht von hier wegzugehen. Von daher stehe ich einem Umzug auch mit positiven Gefühlen entgegen. Am liebsten wäre mir Sauerland, Schwarzwald, Bayern oder das Gebiet der mecklenburgischen Seenplatte.
2012 wird ein stürmisches Jahr mit vielen Veränderungen und die Frage ist: Welche Richtung schlägst du ein?
Liebe Grüße
Niphredil
Niphredil - 1. Jan, 10:18
Die Rauhnächte verschleiern nichts. Sie holen alles an die Oberfläche. Alles, was man beiseite geschoben hat. Alles was man verdrängt hat. Alles was einem unangenehm war. Alles wofür man glaubte keine Zeit zu haben.
Sie jagen über einen Hinweg ohne jegliche Angst vor Verlusten. Sie haben kein Erbarmen und bieten keinen Raum zur Flucht. Sie haben kein Mitleid mit dir. Und das alles nur, weil sie dir den Spiegel vor halten.
LG
Niphredil
Niphredil - 24. Dez, 11:11
letztes jahr war....
heute bin ich....
einen wunsch hätte ich....
ich werde mein leben....
wenn jetzt....
(beende die sätze)
Letztes Jahr war / oder eher dieses Jahr war oder ist unter dem Stichwort "nicht erfüllt" zu finden. Viele große und kleine Wünsche sind nicht in Erfüllung gegangen. Viel haben wir gesät und nichts kam dabei raus. Das Jahr war völlig fruchtlos, was in mir teilweise eine Verzweiflung und Leere ausgelöst hat. Dadurch haben wir uns in Geduld üben müssen, die uns teilweise viel Kraft gekostet hat. Auf der anderen Seite gab es Enwicklungen, die ich nicht hab kommen sehen. Das Vertrauen zu Menschen hab ich gelernt. Selbstständigkeit.
Heute bin ich mehr als enttäuscht, dass es zu Ludwigshafen Verbindungen zur Zwickauer Terrorzelle gibt.
Einen Wunsch hätte ich,... dass wir einfach im Lebenstrom mitfließen. Keine Widerstände.
Ich werde mein Leben wohl so nehmen müssen wie es kommt. Ich lass mich treiben.
Wenn jetzt mein Leben zu Ende wäre, so hätte ich wohl mehr über den Tod gelernt als über das Leben.
LG
Niphredil
Niphredil - 20. Dez, 10:59