Hallo ihr Lieben.
Sorry, wenn ich momentan nicht so viel schreibe, ich bin immer noch dabei meine Vergangenheit aufzuarbeiten. Und das erfordert viel Zeit und Energie; zudem möchte ich auch nicht alle privaten Sachen von mir ausplaudern.
Das Thema Kindheit/Eltern und Vergangenheit ist ein Thema was in den letzten zwei Jahren immer wieder aufbrach. Angefangen hat alles damit, als ich im Garten ein Text von Carl Rogers las. Ich spührte wie dieser Text mich im Unterbewusstsein berührte und sich langsam ein Faden spinnte, der mich in eine Tür blicken ließ, die sonst verschlossen war. Ich hatte immer Angst meine Schattenseite zu bearbeiten. Es war jahrelang meine größte Angst mich in meinen eigenen Schattenraum zu bewegen. Ich fürchtete mich vor den ganzen Lügen, davor, dass ich mich selbst betrügte und ich fürchtete mich vor den ganzen Dämonen und Leichen, die ich dort begraben hatte.
Ja, aber es war unausweichlich. Und als ich immer wieder einen Faden fand, brach es einfach durch. Dann gab es für mich kein Halten mehr; und ich kramte alles aus, was sich da unten verbarg. Das geht jetzt seit zwei Monaten so. Stück für Stück wird alles rausgekramt.
Ein Tipp möchte ich auch geben, den ich den letzten Wochen gelernt habe: Die Angst ist ein Wegweiser. Gerade vor was man sich fürchtet, muss man tun! Das ist der Weg der Heilung...
Schon komisch, dass jeder sagt, dass Angst sinnvoll ist und das sie uns vor Gefahren schützt. Ja, sie ist sinnvoll, wenn sie uns vor REALEN Gefahren schützt. Wenn es um unseren Körper und unser Leben geht. Aber wo gibt es heute für den Menschen einen Grund in Gefahr zu sein? Also. All unsere Ängste sind Wegweiser.
Das Unterbewusste versucht mit Angst, die durchaus real gefühlt wird, nur zu verhindern, dass mit uns was geschieht. Das Problem ist jedoch, dass diese Angst gespeichert ist im Kinderunterbewusstsein. Für das Unterbewusstsein gibt es keinen Zeitrahmen. Hat es einmal eine Erfahrung gemacht in der Kindheit, wird diese Angst immer im Leben real sein. Ob mit 7 Jahren oder mit 99 Jahren. Das Unterbewusstsein kennt keine Zeit. Fürs Unterbewusstsein und für uns ist die Angst sehr real, doch in der Erwachsenenwelt existiert sie gar nicht.
Den Brief, den ich meinen Eltern geschrieben habe, habe ich auch abgeschickt und sie haben ihn auch bekommen. Alle Demütigungen, Verletztungen stehen drin. Viele Eltern denken, sie könnten beleidigen, schlagen und demütigen ohne jemals die Rechnung dafür zu bekommen. Es klappt ja auch ganz gut - das schlagen.
Das Kind denkt irgendwann, dass es das schlagen verdient. Das es selbst Schuld ist, weil es etwas angestellt hat. Was hat es denn angestellt? Das Zimmer nicht aufgeräumt? Eine schlechte Note nach Hause gebracht? Werden Erwachsene dafür geschlagen? "Mir hat es gut getan" höre ich desöfteren. Was hat gut getan? Der Schlag? Sicherlich nicht. Das die Gefühle abgestumpft sind, damit man diesen Schmerz nicht mehr fühlt? Das ist es sicherlich. Und so leben wir in einer Welt, voller gedämpfter Gefühle, die sich nur aktiv-aggressiv in ganz anderen Gebieten zeigt. Ich denke da an Alice Miller, die über den Holocaust schreibt. Wie eine ganze Generation, derart zerstörerisch sein konnte. Eine Generation, die mit brutalen Schlägen aufgewachsen ist. Ich erinner mich da an eine Geschichte meines Vaters, dass sein Bruder mit dem Kochlöffel derart verdroschen worden ist, weil er Kirschen geklaut hat. Und die Mutter meines Vater wurde wahrscheinlich ebenfalls von ihrem Vater so geschlagen. Wie toll war es dann, als so eine Vaterfigur wie Hitler auftauchte und anderen die Schuld gab. Er bot die Möglichkeit seine eigenen aufgestauten und gedämpften Gefühle an anderen - schwächeren, wie sie einst als Kind - auszuleben.
Ja, so leben wir in einer Welt, wo immer noch gedacht wird, dass ein Klaps nicht schadet. Und wir tun es an den reinsten und ehrlichsten Wesen, die auf dieser (schönen und gleichzeitg verschissenen) Welt leben: den Kindern.
LG
Niphredil
Niphredil - 16. Mai, 10:44
Hey ihr Lieben. Ich hab jetzt längere Zeit nicht mehr geschrieben (mal wieder). Aber das musste sein, weil in meinem Kopf derartiger Chaos war, dass ich selbst nicht mal wusste was eigentlich los ist.
Und so ist es im Leben. Die Probleme, die man nicht zu Ende arbeitet kommen immer wieder zurück, bis du es endlich kapierst. Und so löse ich mich gerade zum zweiten Mal von meinen Eltern und dieses Mal wird es mehr als 4 Monate dauern. Ich hab meinem Vater eine Beleidigung (ich sei doch eine faule Sau) verziehen, weil er zum ersten Mal einen Fehler eingesehen hat und sich entschuldigte. Dafür hat mein Vater 4 Monate gebraucht. Doch leider hat sich heraus gestellt, dass er nicht wirklich gelernt hat und auch nicht verstanden hat, um was es mir geht. Denn er beleidigte auch meine kleine Nichte, da sie in der Schule keine guten Noten hat.
Und so sah ich: nein mein Vater hat sich nicht geändert. Und nein mein Vater hat mich nicht nur einmal beleidigt und gedemütigt, sondern mein ganzes Leben. Nun hat er sich nur ein Upgrad draufgespielt - wie in der Matrix sagte eine meiner Freundinnen. Jetzt beleidigt er subtiler.
Und so hab ich die letzten Wochen viel von Alice Miller gelesen. Die Beleidigungen waren gar nicht das schlimme, das schlimme war, sich nie dagegen wehren zu dürfen. Und dieses nicht-wehren-dürfen führt zur Abspaltung von Gefühlen, zur Idealisierung der Eltern, zu Gefühlsarmut und man verliert sich selbst und seine Freiheit.
Ich lese also sehr viel Alice Miller und jeden Tag gibt es Gespräche mit meinem Mann. Er hilft mir soviel! Er ist echt ein guter Mensch. Manchmal ist er so wütend über meine Erzählungen. Darüber staune ich. Ich mein ich bin ein eher aggressiver Typ, aber bei meinen Erzählungen werd ich nicht wütend. Langsam schon. Das Schreiben hilft. Ich zähle alles auf. Und diesen Brief wird mein Vater auch bekommen. Ich schone meine Eltern nicht mehr. Und gott weiß, wie hart das sein muss für seine Eltern. Aber ich schütze mich. Kein Mensch ist mir so wichtig, wie ich selbst. Egoistisch? Ja! Weil ich mein ganzes Leben keinen eigenen Willen haben durfte und nur Ideale und Wünsche von anderen erfüllt habe. Aber vielleicht gibt es da doch einen Menschen. Und zwar mein erstes Kind. Ich weiß, dass sich meine Eltern nicht so verhalten, weil sie es so wollten. Nein ihre Eltern haben sie auch so behandelt und wahrscheinlich deren Eltern ebenso. Die schwarze Pädagogik aus dem 17. Jahrhundert, immernoch verwurzelt in unserer Familie. Und mein Kind wird nicht gedemütigt, es wird auch nicht geschlagen. Mir haben Kinder immer sehr gefallen, die eigenwillig waren. Ich hab nie verstanden warum... aber mit mir, wird die Linie der schwarzen Pädagogik in unserer Familie sterben. Sei es, dass ich deswegen durch die Hölle gehen muss.
Das alles hat auch mein Bild auf meine Ahnen verändert. Ich habe sie stets verehrt, ich hab Fotos von ihnen auf meinem Altar. Der Blick heute dadrauf ist unerträglich und ich werde sie wegräumen. Wahrscheinlich Menschen, die auch gedemütigt haben, die grausam waren... Ahnenverehrung hin oder her (ich hab das als Hexe einfach so gelernt), aber so verehrungswürdig sind sie auch nicht. Schließlich habe ich all ihre Eigenschaften in mir gebündelt, ihnen fehlt mein eigener Teil, mein eigenes Wissen, das hab nur ich... und kein Ahne. Keine Ahnenverehrung mehr. Ich weiß einfach nicht, wer die Leute sind, was sie getan haben. Was ist, wenn einer ein Mörder war? Ich verehre lieber mich selbst, dann weiß ich wenigstens was ich verehre. Ich verehre mich durch Bewegung, durch Sport, durch das Fühlen jeder Bewegung, durch das bewusste Atmen, durch gesunde Nahrungsmittel, durch Kontakt zu anderen, durch Wärme und Zärtlichkeit, durch Kreativität und vor allem verehre ich mich durch Gedanken, meine Traumzeit. Ich verehre mich als Wesen. Selbstliebe. Das machen wir zu selten für uns selbst und zuviel für andere.
Gestern bin ich schreiend aus dem Schlaf erwacht und ich sah Gestalten um mein Bett stehen, die sich sofort auf mch zu bewegten und vor mir halt machten. Sie haben keine Gesichter, sie sind einfach nur schwarz. So was ähnliches hatte ich vor Jahren, als ich jemanden neben meinem Bett stehen sah und ich einfach nur schreite. Mein Mann sagt, dass mir irgendwas etwas sagen will. Es sind die Schatten meines Unterbewusstsein, die dunkle Seite, die jeder mit sich trägt. Und ich habe die Schatten alle (ALLE!) aufgescheucht. Und sie wusseln sich und würden sich am liebsten verstecken und mich einschüchtern. Mir war klar, dass das keine Jenseitsschatten sind, sondern meine.
Ich bin auf dem Weg, und es ist so hart Leute ehrlich. Es ist so hart. Kein "Schwam drüber" - und wie oft wollte ich das. Aber ich kann nicht mehr zurück. Ich hab die Freiheit gespürt für wenige Tage und ich kann diese Tage nicht aufgeben für Jahre. Selbst 1 Sekunde Freiheit sind es wert, wenn man dafür Jahre eingesperrt ist. Das musste ich lernen.
Und ich bin mir eigentlich fast sicher: wenn diese Phase vorbei ist, werde ich einen Job finden, dann werden wir auch unser Haus finden (bisher ergab keine Besichtigung nur ein Gefühl der Möglichkeit sich ein Leben in einem Haus vorstellen).
Ich hoffe ich schaffe es nächste Woche zu Apollo zum Musentempel im Schwetzinger Schloss. Die Musen haben mich vor zwei Jahren so schön geküsst, dass es mich wieder zu ihnen zieht.
LG
Nip
Niphredil - 26. Apr, 08:54
Nun ist doch einige Zeit wieder vergangen seit ich meine Prüfung endlich hinter mir gelassen habe. Nun bin ich seit joar 3 bzw. 4 Wochen arbeitslos. Der Arbeitsstellenmarkt sieht für Volkskundler (hier in meiner Gegend) eher mau aus. Daher such ich auch nach Arbeitsstellen für Erwachsenenbildner, auch wenn ich in die Richtung nicht gehen wollte. Als mein Mann nach Stellen gesucht hat fand er in einem Monat 3 Stellen. Bei mir siehts genauso aus.
Ansonsten hab ich schon alles getan, was man zu Hause tun kann. Putzen, sogar genäht, Hunde-Wellness-Tag, Garten, Fenster geputzt, aufgeräumt, ausgemistet... Nun verbringe ich den Tag hauptsächlich im Garten ja und dort begegne ich immer wieder meiner Schwiegermutter, die sich Arbeit für mich ausgedacht hat. Kindernachhilfe, Kinderbasteln... ehrlich? Hat die Frau zu viel Haarspray in ihrem Leben eingeatmet? Naja heute sagt sie das nach meinem Anfauchen nicht mehr, ich gehe ihr aber auch lieber aus dem Weg. Das Leben mit zwei Generationen unter einem Dach ist für mich momentan unerträglich! Überall muss sie ihre Tipps abgeben und das immer mit so einer übertriebenen und gekünstelten Höflichkeit und Freudigkeit, dass mir schlecht wird. Es fällt der älteren Generation schwer einzusehen, dass es heute auf dem Arbeitsmarkt anders ist. Aber anstatt zu zu hören, leben einige lieber in ihrer eigenen heilen Welt.
Ich hätte eigentlich von mir aus keine großen Probleme mit der Arbeitslosigkeit. Nach dem Studium 1-3 Monate arbeitslos zu sein kommt vor. Ich bin geduldig. Unerträglich wirds nur, wenn Menschen in deinem Umkreis nicht geduldig sind und du dich beginnst zu schämen, weil wieder eine Woche vergangen ist ohne Ergebnis. Das ist so ein ekliges Gefühl! Mich nervts selbst, dass eine geregelte Arbeit so einen hohen Stellenwert hat. Als ob ich zu Hause sitze und nichts tue. Zum ersten Mal siehts bei uns endlich mal aufgeräumt und gepflegt aus. Aber das hat ja keinen Stellenwert...
Ich will hier raus! Die Haussuche ist ebenfalls ohne Erfolg. Wir haben ein schönes Haus gefunden, dass ältere Ehepaar wird aber das Haus nicht verkaufen. "Sie brauchen Zeit..." haben sie gesagt. Die Zeit hab ich nicht, sonst bekomm ich hier drin noch einen Wutanfall und meine Wutanfälle sind nicht schön. Also geht die Suche weiter. Dabei wäre ein Haus zu finden, gerade jetzt, so toll. Ich könnte schonmal mit Renovieren anfangen. Tapeten abkratzen, Schleifen (ich liebe meine Schleifmaschine), Streichen...
Im Leben passt nie wirklich was zusammen... was an sich kein Problem wäre.
LG
Niphredil
Niphredil - 3. Apr, 09:34
Hallo ihr Lieben.
Ich habe es endlich geschafft. Ich habe endlich mein Studium abgeschlossen. Mit Wehmut blicke ich zurück. Die guten und die schlechten Seiten den Studiums waren bei mir in den letzten Tagen ein großes Thema.
Ich musste feststellen, dass das Studium überhaupt nicht schwierig war. Zumindestens vom Stoff. Schwierig war es sich an die ganzen Regeln zu halten, die Bücher zu bekommen auf die man seit Wochen wartet... also gekünstelte Schwierigkeiten an der Uni. Ein Affe könnte studieren. Mit Ellenbogen studiert´s sichs zudem sicherlich einfacher. Und man muss wissen, was der Professor von einem will...
Harte Worte, aber das war meine Erfahrung. Mein ganzes Studium lang wehrte ich mich dagegen, mich persönlich als Akademikerin zu sehen. Auch jetzt noch. Jetzt wo ich fertige Akademikerin bin. Als ich noch Realschülerin war bzw. meine Ausbildung machte, waren die Akademiker nähmlich zu mir nicht so nett. Ich durfte mich auf dem Amtsgericht in keine Richtergespräche einmischen, ich wurde von einem Richter zusammengeschissen "Ich hab es nicht nötig sie zu grüßen, sie MÜSSEN mich grüßen!" Schließlich beschloss ich, nie so ein Mensch zu werden. Nie andere für dumm zu erachten oder mich selbst als etwas besseres zu halten.
Als ich auf die Uni kam merkte ich wie nett die Akademiker doch sein könnten... zu ihresgleichen. Das änderte sich aber, als ich meine Sprache behielt, als ich weiterhin mit Dialekt auf der Uni sprach oder eben den Professor nur mit Herr XY ansprach. Verwirrung.
Magistra Artium bin ich nun. Lehrerin der „Freien“ Künste... was immer das kulturell bedeutet.
Für mich bin ich momentan einfach "arbeitslos". Frisch nachm Studium und keine Arbeit. Von ganz oben nach ganz unten. Das geht schnell in Deutschland. Von Elite zum Harzer... aber fürs Harzen verdient mein Mann zu viel.
Also sitze ich zu Hause und weiß nicht so recht was ich mit mir anfangen soll. Stellen sind durchgesucht und es gibt nichts was mir momentan gefallen würde. Zudem sind die Stellen gerade in Rheinland-Pfalz mehr als rar. Aber ok, da ich im Juli sowieso eine Weiterbildung mache und dann eine Selbstständigkeit anstrebe, ist es vielleicht nicht so schlimm... vielleicht.
Momentan steht so viel Neues an, ich kann es nicht so schnell verarbeiten. Akademiker, Arbeitslos, mit der Arbeit von 180 auf Vollbremsung und dazu noch am Wochenende: da gehen wir uns erste Häuser anschauen =) Und ein Haus hat es mir einfach angetan... ich bin so gespannt. Das wäre eine Veränderung, die ich mir sehr wünsche. Ein Raumwechsel. Nein ich laufe nicht davon, schließlich nehme ich mich ja mit =) Aber wenn das AUSSEN zu viel wird, flüchte ich gern. Vorm INNEREN geht das schwer ;-)
Mein etwas negatives Resumee, aber... ich sehs mit Humor ;-) Noch...
LG
Niphredil
Niphredil - 14. Mrz, 10:12
Ich habe zu Beginn unserer Wirtschafts-"krise" einmal einen Beitrag im Fernsehen verfolgt. Da sagte ein (ich glaub es war ein Philosoph), dass gerade in der Krise das geistige Gut der Menschen gefördert werden muss. In einer Wirtschaftskrise sollte gerade wert darauf gelegt werden, den Mensch weiter zu bilden und geistig / kulturell zu fördern. Ich habe dem mal so zugestimmt, heute erscheint mir das aber unmöglich.
In einer (wahren, realen) Wirtschaftskrise sind die Mittel für geistige und kulturelle Förderung überhaupt nicht da. Von daher kann nur geistige und kulturelle Förderung im Aufschwung durchgeführt werden, da in dieser Zeit die Grundlagen gesichert sind und der Mensch erst da die Gedanken und die Mittel haben wird sich geistig und kulturell weiter zu entwickeln. Kurz nach den Krisen gab es den meisten geistigen und kulturellen Zuwachs. Eins ist also richtig: für die Weiterbildung von Menschen benötigt es auch eine Krise, die Bildung geschieht aber danach.
LG
Nippieh
Niphredil - 22. Feb, 12:05
Ich wunder mich ständig über die Nutzung des Ausdruckes "Genieße den Tag - sprich: Carpe Diem." Für mich der grauenhafteste Spruch den die Menschheit je erfunden hat. Jeder Mensch nutzt ihn und wer hält sich dran? Kein Schwein. Am schlimmsten noch, wenn dieser Ausdruck mit dem Tod in Verbindung gebracht wird. "Carpe diem - denn es könnt dein letzter sein". Wenn es so wäre, würde ich sicherlich nicht da sitzen und wie eine Bekloppte lernen sondern.... was wohl? Mir die Augen ausheulen. Vielleicht würd ich mich dann schnell fassen und die letzten Stunden mit meinem Mann verbringen. Es geht nicht ums Genießen, sondern um die Einstellung zum Tod. Und dies ist ein Prozeß und lässt sich nicht in einen Tag verarbeiten... Und nur ein Tipp: anstatt dieses Carpe Diem herunterzubeten geb ich euch den Tipp: sagt euren Mitmenschen eher, dass ihr sie liebt... meine Meinung des Tages heute und ja ich bin schlecht gelaunt. -.-
Nur kurz am Rande, ich muss leider wieder lernen, also nix Carpe Diem. Aber mein Mann hat heute von mir ein "Ich liebe dich" gehört und das stimmt mich glücklich zu wissen, dass er das weiß.
LG
Niphredil
Niphredil - 13. Feb, 10:15